2026
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Publiziert von: Redaktion Webseite
Bereitgestellt: 13.04.2026
Wir müssen den Tod nicht fürchten!
Wir Katholiken feiern am 15. August nicht nur die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel, sondern auch die Gewissheit unserer Hoffnung auf die Auferstehung vom Tod.
«Wenn sich dieses Verwesliche mit Unverweslichkeit bekleidet und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit, dann erfüllt sich das Wort der Schrift: Verschlungen ist der Tod vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch unseren Herrn Jesus Christus» (1 Kor 15,54–57, zweite Lesung der Messe am Vorabend).
Maria, die jungfräuliche Gottesmutter, empfing als Erste von Christus die Herrlichkeit und wurde deshalb zum Urbild der Kirche in ihrer ewigen Vollendung (vgl. Präfation vom Tag). Diese Herrlichkeit ist allen Getauften verheissen und so wird Maria für uns «ein untrügliches Zeichen der Hoffnung und eine Quelle des Trostes».
Wir müssen den Tod nicht fürchten: Er ist der Übergang ins Ewige Leben, in die unendliche Liebe des barmherzigen Vaters.
Sieben Kräuter müssen es sein
In vielen ländlichen Pfarreien werden jeweils am 15. August, dem «Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel» also an «Maria Himmelfahrt», heilende Kräuter gesegnet. Der Brauch geht auf die Legende zurück, dass aus dem Grab in dem Augenblick, in dem Maria in den Himmel aufgenommen wurde, ein wunderbarer Duft wie von Kräutern und Blumen entströmt sei. Eine andere Legende erzählt, dass die Jünger Jesu im Grab Mariens nicht mehr den Leichnam, sondern Blüten und Kräuter vorfanden.
Mit der Kräutersegnungen wird somit symbolisch einerseits der glorreichen Gottesmutter Maria gedacht und andererseits die jahreszeitlich bedingte Getreidereife und Hochblüte der Natur in Erinnerung gerufen. Nicht umsonst wird die Gottesmutter noch heute traditionell in den Bergregionen als «Blume des Feldes und Lilie der Täler» verehrt.
Zur Kräutersegnung werden - je nach Region - aus verschiedenen Kräutern gebundene Sträusse zur Segnung gebracht. Die gesegneten Sträusse werden nach Hause genommen, getrocknet und aufgehängt, wo sie gegen Krankheiten, Gewitter, Blitzschlag und Unheil helfen sollen.
Kirchengeschichtlich lässt sich dieses bis heute lebendige Brauchtum bis ins 5. Jh. zurückverfolgen.
Dabei gibt es einiges zu beachten. Die Zahl der Kräuter soll «magisch» sein, mindestens sieben Kräuter müssen gesammelt werden. Aber auch neun (drei mal drei), zwölf (für die Zahl der Apostel) oder gar 77 sind möglich. Dabei hat fast jede einzelne Pflanze eine bestimmte Bedeutung:
Die Mitte bildet die Rose (Maria) und die Lilie (Josef). Kamille soll zum guten Schlaf verhelfen, Salbei zu Wohlstand, Weisheit und Erfolg. Wermut verspricht Kraft, Mut und Schutz, Minze Gesundheit. Arnika schützt gegen Feuer und Hagel. Für Glück und Liebe steht der Rosmarin, Getreidehalme für das tägliche Brot. Aber auch Johanniskraut, Beifuss, Schafgarbe, Königskerze, Thymian, Baldrian oder Eisenkraut sind Kandidaten für diese wohlriechenden Kräutersträusschen.
Theologisch gedeutet passt die Verbindung von Kräutersegnung und Marienfest sehr gut zusammen. Denn gerade das, was diese Pflanzen und Kräuter symbolisieren, nämlich ein ganzheitliches Heilwerden, ist der Gottesmutter Maria bereits zuteil geworden. Sinnlichkeit öffnet manchmal besser den Zugang zu einem Geheimnis des Glaubens als die hohe Theologie.
Wir Katholiken feiern am 15. August nicht nur die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel, sondern auch die Gewissheit unserer Hoffnung auf die Auferstehung vom Tod.
«Wenn sich dieses Verwesliche mit Unverweslichkeit bekleidet und dieses Sterbliche mit Unsterblichkeit, dann erfüllt sich das Wort der Schrift: Verschlungen ist der Tod vom Sieg. Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch unseren Herrn Jesus Christus» (1 Kor 15,54–57, zweite Lesung der Messe am Vorabend).
Maria, die jungfräuliche Gottesmutter, empfing als Erste von Christus die Herrlichkeit und wurde deshalb zum Urbild der Kirche in ihrer ewigen Vollendung (vgl. Präfation vom Tag). Diese Herrlichkeit ist allen Getauften verheissen und so wird Maria für uns «ein untrügliches Zeichen der Hoffnung und eine Quelle des Trostes».
Wir müssen den Tod nicht fürchten: Er ist der Übergang ins Ewige Leben, in die unendliche Liebe des barmherzigen Vaters.
Sieben Kräuter müssen es sein
In vielen ländlichen Pfarreien werden jeweils am 15. August, dem «Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel» also an «Maria Himmelfahrt», heilende Kräuter gesegnet. Der Brauch geht auf die Legende zurück, dass aus dem Grab in dem Augenblick, in dem Maria in den Himmel aufgenommen wurde, ein wunderbarer Duft wie von Kräutern und Blumen entströmt sei. Eine andere Legende erzählt, dass die Jünger Jesu im Grab Mariens nicht mehr den Leichnam, sondern Blüten und Kräuter vorfanden.
Mit der Kräutersegnungen wird somit symbolisch einerseits der glorreichen Gottesmutter Maria gedacht und andererseits die jahreszeitlich bedingte Getreidereife und Hochblüte der Natur in Erinnerung gerufen. Nicht umsonst wird die Gottesmutter noch heute traditionell in den Bergregionen als «Blume des Feldes und Lilie der Täler» verehrt.
Zur Kräutersegnung werden - je nach Region - aus verschiedenen Kräutern gebundene Sträusse zur Segnung gebracht. Die gesegneten Sträusse werden nach Hause genommen, getrocknet und aufgehängt, wo sie gegen Krankheiten, Gewitter, Blitzschlag und Unheil helfen sollen.
Kirchengeschichtlich lässt sich dieses bis heute lebendige Brauchtum bis ins 5. Jh. zurückverfolgen.
Dabei gibt es einiges zu beachten. Die Zahl der Kräuter soll «magisch» sein, mindestens sieben Kräuter müssen gesammelt werden. Aber auch neun (drei mal drei), zwölf (für die Zahl der Apostel) oder gar 77 sind möglich. Dabei hat fast jede einzelne Pflanze eine bestimmte Bedeutung:
Die Mitte bildet die Rose (Maria) und die Lilie (Josef). Kamille soll zum guten Schlaf verhelfen, Salbei zu Wohlstand, Weisheit und Erfolg. Wermut verspricht Kraft, Mut und Schutz, Minze Gesundheit. Arnika schützt gegen Feuer und Hagel. Für Glück und Liebe steht der Rosmarin, Getreidehalme für das tägliche Brot. Aber auch Johanniskraut, Beifuss, Schafgarbe, Königskerze, Thymian, Baldrian oder Eisenkraut sind Kandidaten für diese wohlriechenden Kräutersträusschen.
Theologisch gedeutet passt die Verbindung von Kräutersegnung und Marienfest sehr gut zusammen. Denn gerade das, was diese Pflanzen und Kräuter symbolisieren, nämlich ein ganzheitliches Heilwerden, ist der Gottesmutter Maria bereits zuteil geworden. Sinnlichkeit öffnet manchmal besser den Zugang zu einem Geheimnis des Glaubens als die hohe Theologie.
