SF Heilige Messe zu Fronleichnam mit Anbetung

Fronleichnam (Foto: Redaktion Webseite)
Das Hochfest Fronleichnam gehört zu den grossen eucharistischen Festen der Kirche, das jedes Jahr am zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert wird. Der Name kommt vom mittelhochdeutschen vrôn lîcham und bedeutet „Leib des Herrn“. Gefeiert wird die wirkliche Gegenwart Jesu Christi im Allerheiligsten Sakrament der Eucharistie.

An Gründonnerstag wurde die Eucharistie eingesetzt. Doch dort steht das Leiden Christi bereits im Vordergrund. Deshalb wollte die Kirche ein eigenes Fest schaffen, an dem die Freude und das Staunen über die Gegenwart Christi im Sakrament im Mittelpunkt stehen.

Fronleichnam sagt:
  • Christus bleibt bei seiner Kirche.
  • Brot und Wein werden wahrhaft Leib und Blut Christi.
  • Gott ist nicht fern, sondern gegenwärtig.
  • Die Kirche lebt aus der Eucharistie.

Der hl. Thomas von Aquin prägte die Theologie dieses Festes stark und verfasste die großen eucharistischen Hymnen wie Pange lingua, Tantum ergo oder Lauda Sion.

Das Fest entstand im 13. Jahrhundert. Auslöser war unter anderem die Vision der heiligen Juliana von Lüttich, die sich ein eigenes Fest zu Ehren der Eucharistie wünschte. Ausserdem gab es ein eucharistisches Wunder im italienischen Ort Bolsena, bei dem angeblich während einer Messe Blut aus einer Hostie tropfte. Papst Urban IV. führte daraufhin 1264 das Fronleichnamsfest für die gesamte Kirche ein.

Christus wird vielerorts in der Monstranz durch Strassen und Plätze getragen. Das bedeutet:
  • Christus ist Herr über die ganze Welt.
  • Der Glaube gehört nicht nur in die Sakristei.
  • Die Kirche pilgert mit Christus durch die Zeit.
  • Christus segnet Häuser, Felder, Städte und Menschen.

Die vier Altäre verweisen traditionell auf die vier Himmelsrichtungen und die Verkündigung des Evangeliums an die ganze Welt.

In der Schweiz ist Fronleichnam in den katholischen Kantonen sogar ein gesetzlicher Feiertag. Vielerorts wird es mit festlichen Gottesdiensten, besonderen liturgischen Feiern und Prozessionen begangen.