HG Heilige Messe mit Brotsegnung (St. Agatha)

Brot — Brot für viele Leute (Foto: Werner Näf)
Fr. 05.02.2027, 19.00 bis 20.00 Uhr
Heilig Geist Kirche, Langfurrenstrasse 10, 8623 Wetzikon
Der 5. Februar ist der Gedenktag der heiligen Agatha von Catania.

Die hl. Agatha lebte im 3. Jahrhundert in Sizilien und starb um 251 unter der Verfolgung des Kaisers Decius. Sie entstammte wohl einer vornehmen Familie und hatte sich Christus in der Jungfräulichkeit geweiht. Der Statthalter Quintianus begehrte sie – Macht, Gewalt und Begehren bündeln sich hier paradigmatisch. Agathas Weigerung führte zu Folter und schliesslich zum Martyrium.

Die hl. Agatha steht exemplarisch für die Freiheit des Christenmenschen. Ihr „Nein“ ist kein blosser Akt der Verweigerung, sondern ein positives Bekenntnis: Christus allein genügt. In augustinischer Perspektive zeigt sich hier die rechte Ordnung der Liebe (ordo amoris): Gott wird mehr geliebt als das eigene Leben, mehr als Sicherheit, mehr als körperliche Unversehrtheit.

Agatha zeigt: Der Leib ist nicht belanglos, aber auch nicht absolut. Er ist Tempel des Heiligen Geistes und gerade deshalb nicht verfügbar für Gewalt, Macht oder Lust anderer. Ihre Heiligkeit ist eine radikale Erinnerung daran, dass Würde von Gott kommt und nicht genommen werden kann.

Heute wird das sogenannte Agathabrot gesegnet und verteilt. Mit dem Gedenktag verbinden wir die Brotsegnung, bei der es heisst: «Herr, unser Gott, wir danken dir für das Brot, Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit. Hilf, dass wir nicht nur an uns selbst denken, sondern bereit sind, anderen zu helfen und mit ihnen zu teilen.»

Sie dürfen gerne zur heiligen Messe ihr eigenes Brot zum Segnen mitnehmen oder am Ende des Gottesdienstes ein gesegnetes kleines Brötchen mit nach Hause nehmen.