SF Heilige Messe zum Rosenkranzfest

Hl. Dominikus (Foto: Michelangelo Merisi da Caravaggio )
Das Rosenkranzfest: Ein Gedenktag zwischen Krieg und Frieden

Am 7. Oktober feiert die katholische Kirche den Gedenktag „Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz“. Sein Ursprung liegt in der Seeschlacht von Lepanto (1571): Eine christliche Flotte siegte damals überraschend über die Osmanen – begleitet vom Gebet unzähliger Rosenkranz-Bruderschaften. Den Sieg schrieb man nicht nur dem militärischen Geschick, sondern besonders der Fürsprache Marias und der Kraft des Rosenkranzgebets zu.

Papst Pius V. führte daraufhin ein Fest „Unserer Lieben Frau vom Sieg“ ein, das später in „Rosenkranzfest“ umbenannt und 1716 auf die ganze Kirche ausgeweitet wurde. Papst Pius X. legte schließlich den 7. Oktober als festen Termin fest, und Leo XIII. erklärte den gesamten Oktober zum Rosenkranzmonat. Seit 1969 gilt der Tag als gebotener Gedenktag.

Eine besondere Bedeutung hatte das Rosenkranzfest auch 1938 in Wien: Tausende Jugendliche versammelten sich zum Gebet im Stephansdom, wo Kardinal Innitzer mutig gegen die NS-Ideologie Stellung bezog.

Heute soll das Rosenkranzfest nicht an Kriege erinnern, sondern zum Gebet für Frieden einladen. Papst Benedikt XVI. nannte den Rosenkranz ein „einfaches und wirksames“ Gebet – Papst Franziskus betont ihn ebenfalls als Quelle der Hoffnung.