2025
Publiziert von: Elena Bartholet
Bereitgestellt: 24.11.2025
„Gott selbst wird kommen und euch erretten."
Das ist die frohe Botschaft des Advents. Das allein erfüllt das menschliche Herz. Gott kommt - das ist eine Grundbestimmung des Gottes der Bibel. Und darum geht es im Advent, denn Advent bedeutet ja Ankunft, adventus domini: Ankunft des Herrn. Im letzten Buch der Bibel wird sein Name in diesem Licht gedeutet, der Name, den er dem Mose in der Wüste (Ex 3,14) geoffenbart hat: „Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott, der Herr, der ist und der war und der kommt, der Herrscher über die ganze Schöpfung." (Off 1,8)
Advent ist so lange, bis Gott alles in allem ist.
Denn Gott ist im Kommen, bis er alle Wirklichkeit endgültig erfüllt, bis alle Wirklichkeit in Unmittelbarkeit zu ihm steht, bis sie vollkommen transparent geworden ist auf ihn hin. Advent ist so lange, bis Gott alles in allem ist. Dann ist seine Ankunft, der Advent, voll und ganz realisiert. Denn sein Kommen hat ein Ziel: Gott will da sein mitten unter uns.
Der dreifache Advent
Die Überlieferung spricht von einem dreifachen Advent:
Haltung der Wachsamkeit
Advent ist nicht nur eine liturgische Zeit, sondern eine geistliche Haltung: Wachsamkeit des Verstandes, Sehnsucht des Herzens und Bereitschaft, sich von Christus verwandeln zu lassen.
Im Advent lernt der Mensch, das Kommen Gottes zu empfangen: im Gedächtnis der Vergangenheit, in der Gegenwart der Gnade und in der Hoffnung auf die Vollendung.
Das ist die frohe Botschaft des Advents. Das allein erfüllt das menschliche Herz. Gott kommt - das ist eine Grundbestimmung des Gottes der Bibel. Und darum geht es im Advent, denn Advent bedeutet ja Ankunft, adventus domini: Ankunft des Herrn. Im letzten Buch der Bibel wird sein Name in diesem Licht gedeutet, der Name, den er dem Mose in der Wüste (Ex 3,14) geoffenbart hat: „Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott, der Herr, der ist und der war und der kommt, der Herrscher über die ganze Schöpfung." (Off 1,8)
Advent ist so lange, bis Gott alles in allem ist.
Denn Gott ist im Kommen, bis er alle Wirklichkeit endgültig erfüllt, bis alle Wirklichkeit in Unmittelbarkeit zu ihm steht, bis sie vollkommen transparent geworden ist auf ihn hin. Advent ist so lange, bis Gott alles in allem ist. Dann ist seine Ankunft, der Advent, voll und ganz realisiert. Denn sein Kommen hat ein Ziel: Gott will da sein mitten unter uns.
Der dreifache Advent
Die Überlieferung spricht von einem dreifachen Advent:
- Sein erstes Kommen im Fleisch (adventus in carne): Das historische Kommen in Bethlehem: Der ewige Sohn tritt in die Weltgeschichte ein, nimmt unsere Natur an und wirkt unser Heil durch seine Menschwerdung, sein Leiden und seine Auferstehung. Hier erfüllt sich die Verheißung, dass Gott selbst sein Volk besucht. In Christus erscheint die Wahrheit sichtbar, wie Augustinus sagt: Verbum abbreviatum – das „verkürzte Wort“, das in der Menschheit Christi fassbar wird..
- Sein mittleres Kommen in die Seele (adventus in anima): Dieses „verborgene“ Kommen geschieht geistlich: Christus tritt im Glauben, in den Sakramenten und in der Gnade in das Herz des Menschen ein. Es ist ein sanftes, stilles Kommen, das nur der bemerkt, der sein Inneres öffnet. Bernhard von Clairvaux sagt, es geschehe „in spiritu et virtute“: Christus kommt als Licht, das den Intellekt erhellt, und als Liebe, die den Willen stärkt.
- Sein letztes Kommen in Herrlichkeit (adventus in gloria): Das eschatologische Kommen am Ende der Zeiten. Dann erscheint Christus nicht mehr verborgen, sondern als Richter und Vollender. Hier wird offenbar, was im ersten Kommen begonnen und im zweiten Kommen innerlich vorbereitet wurde. Er erscheint als König, der das Reich vollendet, die Gerechten erhöht und das Böse endgültig besiegt.
Haltung der Wachsamkeit
Advent ist nicht nur eine liturgische Zeit, sondern eine geistliche Haltung: Wachsamkeit des Verstandes, Sehnsucht des Herzens und Bereitschaft, sich von Christus verwandeln zu lassen.
Im Advent lernt der Mensch, das Kommen Gottes zu empfangen: im Gedächtnis der Vergangenheit, in der Gegenwart der Gnade und in der Hoffnung auf die Vollendung.
