2026
Veranstaltungen für
Publiziert von: Redaktion Webseite
Bereitgestellt: 16.05.2026
Diese Liturgie vom Leiden und Sterben Jesu unterscheidet sich von allen anderen Gottesdiensten im Kirchenjahr. Die Liturgie beginnt zur Todesstunde Jesu damit, dass sich die Priester beim Einzug still in der Kirche auf den Boden legen; die Gemeinde kniet sich hin. Ein weiteres Kennzeichen der besonderen Liturgie an diesem Tag ist, dass es keine Eucharistiefeier gibt, aber dafür die Kreuzverehrung und die Grossen Fürbitten.
Zunächst hören die Gläubigen im Wortgottesdienst die Passionsgeschichte, bei der das Sterben Jesu als Erlösungssieg gefeiert wird. Auf den ersten Blick sehen wir Leid: Verrat, Verleugnung, Ungerechtigkeit, Gewalt. Der unschuldige Christus wird verurteilt, verspottet und ans Kreuz geschlagen. Der Mensch zeigt sich hier in seiner ganzen Gebrochenheit. Die Passion ist ein Spiegel, auch für uns. Und doch wäre es zu kurz gegriffen, darin nur die Schuld des Menschen zu sehen. Die tiefere Wahrheit liegt darin, dass Christus diesen Weg freiwillig geht. Das Leiden Christi ist nicht bloss erlitten, sondern angenommen, aus Liebe.
So wird das Kreuz zum Ort einer grossen Umkehrung: Was äusserlich Niederlage ist, wird innerlich zum Sieg. Was wie Ohnmacht erscheint, ist in Wahrheit göttliche Macht, die Macht der Liebe.
Dann folgen zehn grosse Fürbitten. Die grossen Fürbitten am Karfreitag sind wie ein Echo des Kreuzes in die ganze Welt hinein. Wir haben soeben die Leidensgeschichte Jesu Christi gehört. Und was geschieht nun? Die Kirche bleibt nicht bei sich selbst stehen. Sie weitet den Blick. Sie beginnt zu beten, für alle. Die Kirche betet nicht nur für sich, sondern wird zur Stimme der ganzen Menschheit, auch derer, die nicht beten können oder wollen.
Es folgt die Kreuzverehrung: Ein mit einem violetten Tuch bedecktes Kreuz wird enthüllt und durch die Gläubigen verehrt. "Ecce lignum crucis in quo salus mundi pependit" (Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen), ruft der Priester dreimal. Die Gläubigen antworten: "Venite adoremus" (Kommt, lasset uns anbeten).
Das Kreuz ist im Christentum kein Symbol des blossen Schmerzes und Leidens, sondern der hingebenden Liebe Gottes. Was äusserlich Niederlage ist, wird innerlich zur Offenbarung. In der Kreuzverehrung tritt der Gläubige vor das Holz des Kreuzes und erkennt: Hier ist nicht einfach ein Gerechter gestorben, hier hat Gott selbst geliebt bis zur Vollendung. Das persönliche Leiden, die Last des Alltags, sogar die verborgene Armut des Herzens, alles kann hineingenommen werden in das Opfer Christi.
Abschliessend beten die Gläubigen das Vaterunser und empfangen die heilige Kommunion, zu der die konsekrierten Hostien vom Gründonnerstag geholt werden. Die Karfreitagsliturgie endet mit einem Segensgebet ohne Kreuzzeichen – denn sie ist Teil der grossen Liturgie des Triduum Paschale, die von der Feier des Letzten Abendmahls bis zur Osternacht dauert. Das Kreuz wird zur weiteren Verehrung in der Kirche aufgestellt.
Zur Kreuzverehrung bringen wir blühende Blumen mit und legen sie zum Kreuz. Daraus wird der Osterschmuck gestaltet.
Zunächst hören die Gläubigen im Wortgottesdienst die Passionsgeschichte, bei der das Sterben Jesu als Erlösungssieg gefeiert wird. Auf den ersten Blick sehen wir Leid: Verrat, Verleugnung, Ungerechtigkeit, Gewalt. Der unschuldige Christus wird verurteilt, verspottet und ans Kreuz geschlagen. Der Mensch zeigt sich hier in seiner ganzen Gebrochenheit. Die Passion ist ein Spiegel, auch für uns. Und doch wäre es zu kurz gegriffen, darin nur die Schuld des Menschen zu sehen. Die tiefere Wahrheit liegt darin, dass Christus diesen Weg freiwillig geht. Das Leiden Christi ist nicht bloss erlitten, sondern angenommen, aus Liebe.
So wird das Kreuz zum Ort einer grossen Umkehrung: Was äusserlich Niederlage ist, wird innerlich zum Sieg. Was wie Ohnmacht erscheint, ist in Wahrheit göttliche Macht, die Macht der Liebe.
Dann folgen zehn grosse Fürbitten. Die grossen Fürbitten am Karfreitag sind wie ein Echo des Kreuzes in die ganze Welt hinein. Wir haben soeben die Leidensgeschichte Jesu Christi gehört. Und was geschieht nun? Die Kirche bleibt nicht bei sich selbst stehen. Sie weitet den Blick. Sie beginnt zu beten, für alle. Die Kirche betet nicht nur für sich, sondern wird zur Stimme der ganzen Menschheit, auch derer, die nicht beten können oder wollen.
Es folgt die Kreuzverehrung: Ein mit einem violetten Tuch bedecktes Kreuz wird enthüllt und durch die Gläubigen verehrt. "Ecce lignum crucis in quo salus mundi pependit" (Seht das Holz des Kreuzes, an dem das Heil der Welt gehangen), ruft der Priester dreimal. Die Gläubigen antworten: "Venite adoremus" (Kommt, lasset uns anbeten).
Das Kreuz ist im Christentum kein Symbol des blossen Schmerzes und Leidens, sondern der hingebenden Liebe Gottes. Was äusserlich Niederlage ist, wird innerlich zur Offenbarung. In der Kreuzverehrung tritt der Gläubige vor das Holz des Kreuzes und erkennt: Hier ist nicht einfach ein Gerechter gestorben, hier hat Gott selbst geliebt bis zur Vollendung. Das persönliche Leiden, die Last des Alltags, sogar die verborgene Armut des Herzens, alles kann hineingenommen werden in das Opfer Christi.
Abschliessend beten die Gläubigen das Vaterunser und empfangen die heilige Kommunion, zu der die konsekrierten Hostien vom Gründonnerstag geholt werden. Die Karfreitagsliturgie endet mit einem Segensgebet ohne Kreuzzeichen – denn sie ist Teil der grossen Liturgie des Triduum Paschale, die von der Feier des Letzten Abendmahls bis zur Osternacht dauert. Das Kreuz wird zur weiteren Verehrung in der Kirche aufgestellt.
Zur Kreuzverehrung bringen wir blühende Blumen mit und legen sie zum Kreuz. Daraus wird der Osterschmuck gestaltet.
