2026
Veranstaltungen für
Publiziert von: Redaktion Webseite
Bereitgestellt: 30.06.2026
Schwarze Madonna
Nichts wird so stark mit dem Wallfahrtsort Maria Einsiedeln identifiziert wie die berühmte "Schwarze Madonna", das Gnadenbild "Unserer Lieben Frau von Einsiedeln". Die Schwarze Madonna in der Einsiedler Gnadenkapelle wird jährlich von mehreren hunderttausend Menschen besucht und teilt ihre Freude und Hoffnung, ihre Trauer und Sorgen. Als Mutter Gottes führt sie die Menschen zu ihrem Sohn Jesus Christus, dem Erlöser der Welt.
Das Einsiedler Gnadenbild, die stehende Jungfrau und Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind auf dem linken Arm, kam im Sommer 1466 in die Heilige Kapelle.
Die spirituelle Botschaft der Schwarzen Madonna
Eine gute Erklärung des Einsiedler Gnadenbildes und dessen spiritueller Botschaft bot Pater Martin Werlen in seiner Predigt am Hochfest Unserer Lieben Frau von Einsiedeln im Jahr 2017. Er machte darauf aufmerksam, dass beim Einsiedler Gnadenbild nicht Maria, sondern Jesus Christus die Hauptfigur ist. Jesus steht im Zentrum. Pater Martin zitierte einen Vers aus dem Hohelied: «Schaut mich nicht so an, weil ich so schwarz bin! Die Sonne hat mich verbrannt» (Hohelied 1,6). Er wies darauf hin, dass die erwähnte Sonne im Verständnis vieler Heiliger Christus selber sei: die «Sonne der Gerechtigkeit». Pater Martin schliesst daraus: «Wer nahe bei Jesus ist, der wird von ihm geprägt, verändert. Wer nahe bei Jesus ist, wird immer mehr Jesus ähnlicher. Maria war Jesus nahe wie niemand sonst. Von Anfang an war sie gebräunt von Jesus Christus.»
So kann das Einsiedler Gnadenbild eine «Schule des Glaubens» sein, denn es lehrt uns neu, Jesus ins Zentrum unseres Lebens zu stellen. Auch wir dürfen uns als von Gott angenommen und geliebt wissen – mit unseren eigenen dunklen Seiten: Wir sind schön in den Augen Gottes.
Warum ist die Madonna von Einsiedeln schwarz?
Die spätgotische, 117 cm hohe Lindenholzstatue aus der Mitte des 15. Jahrhunderts ist relativ unspektakulär zur Schwarzen Madonna geworden. Das wird aus dem Restaurationsbericht deutlich, den der Vorarlberger Maler Johann Adam Fuetscher im Herbst des Jahres 1799 geschrieben hat. Dort heisst es:
«Das Angesicht war durchaus schwarz: doch ist diese Farbe nicht dem Pinsel, sondern dem Dampfe der Lichter und Ampeln, welche seit so vielen Jahrhunderten in der H. Capell zu Einsiedeln immer brannten, zuzuschreiben: denn ich fand, und sah es augenscheinlich, dass die Fassung des Angesichtes anfänglich ganz fleischfärbig gewesen, wie es von den abgefallenen Crusten, die man noch aufbehalten, gar wohl zu erkennen ist.»
Warum musste das Gnadenbild restauriert werden? Auf seiner Flucht wurde es kurze Zeit auf der Haggenegg zwischen Alpthal und Schwyz vergraben. Das feuchte Erdreich ist der Holzstatue nicht gut bekommen. Nachdem das Gnadenbild vom Klosterschaffner Placidus Kälin, als Hausierer verkleidet, ins Dominikanerinnenkloster St. Peter bei Bludenz gebracht worden ist, wurde die schadhafte Statue sorgfältig restauriert. Nochmals Fuetscher:
«Nachdem ich von dem Angesichte alles abfällige und leicht auflösliche wegnahm, die festen Farbtheile aber, soviel möglich, ausglättete, so mahlte ich alsdann das ganze Angesicht sowohl der Mutter als des Kindes mit schwarzer, der vorigen, ähnlichen Farbe […].»
Was Johann Adam Fuetscher vor über 200 Jahren noch nicht wissen konnte: Das schwarze Antlitz von Mutter und Kind bestand aus verschiedenen Schichten - nicht nur aus Russ, sondern auch aus Farbe. Eine jüngste Untersuchung zeigte nämlich, dass es Einsiedler Gnadenbild verschiedene Schichten gibt und dass man in Einsiedeln eine allmähliche Abdunklung des "Inkarnats" förderte, weil man bewusst eine Schwarze Madonna haben wollte. Man wollte sich in Maria Einsiedeln einreihen in die illustre Schar der anderen grossen Marienheiligtümer!
Nichts wird so stark mit dem Wallfahrtsort Maria Einsiedeln identifiziert wie die berühmte "Schwarze Madonna", das Gnadenbild "Unserer Lieben Frau von Einsiedeln". Die Schwarze Madonna in der Einsiedler Gnadenkapelle wird jährlich von mehreren hunderttausend Menschen besucht und teilt ihre Freude und Hoffnung, ihre Trauer und Sorgen. Als Mutter Gottes führt sie die Menschen zu ihrem Sohn Jesus Christus, dem Erlöser der Welt.
Das Einsiedler Gnadenbild, die stehende Jungfrau und Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind auf dem linken Arm, kam im Sommer 1466 in die Heilige Kapelle.
Die spirituelle Botschaft der Schwarzen Madonna
Eine gute Erklärung des Einsiedler Gnadenbildes und dessen spiritueller Botschaft bot Pater Martin Werlen in seiner Predigt am Hochfest Unserer Lieben Frau von Einsiedeln im Jahr 2017. Er machte darauf aufmerksam, dass beim Einsiedler Gnadenbild nicht Maria, sondern Jesus Christus die Hauptfigur ist. Jesus steht im Zentrum. Pater Martin zitierte einen Vers aus dem Hohelied: «Schaut mich nicht so an, weil ich so schwarz bin! Die Sonne hat mich verbrannt» (Hohelied 1,6). Er wies darauf hin, dass die erwähnte Sonne im Verständnis vieler Heiliger Christus selber sei: die «Sonne der Gerechtigkeit». Pater Martin schliesst daraus: «Wer nahe bei Jesus ist, der wird von ihm geprägt, verändert. Wer nahe bei Jesus ist, wird immer mehr Jesus ähnlicher. Maria war Jesus nahe wie niemand sonst. Von Anfang an war sie gebräunt von Jesus Christus.»
So kann das Einsiedler Gnadenbild eine «Schule des Glaubens» sein, denn es lehrt uns neu, Jesus ins Zentrum unseres Lebens zu stellen. Auch wir dürfen uns als von Gott angenommen und geliebt wissen – mit unseren eigenen dunklen Seiten: Wir sind schön in den Augen Gottes.
Warum ist die Madonna von Einsiedeln schwarz?
Die spätgotische, 117 cm hohe Lindenholzstatue aus der Mitte des 15. Jahrhunderts ist relativ unspektakulär zur Schwarzen Madonna geworden. Das wird aus dem Restaurationsbericht deutlich, den der Vorarlberger Maler Johann Adam Fuetscher im Herbst des Jahres 1799 geschrieben hat. Dort heisst es:
«Das Angesicht war durchaus schwarz: doch ist diese Farbe nicht dem Pinsel, sondern dem Dampfe der Lichter und Ampeln, welche seit so vielen Jahrhunderten in der H. Capell zu Einsiedeln immer brannten, zuzuschreiben: denn ich fand, und sah es augenscheinlich, dass die Fassung des Angesichtes anfänglich ganz fleischfärbig gewesen, wie es von den abgefallenen Crusten, die man noch aufbehalten, gar wohl zu erkennen ist.»
Warum musste das Gnadenbild restauriert werden? Auf seiner Flucht wurde es kurze Zeit auf der Haggenegg zwischen Alpthal und Schwyz vergraben. Das feuchte Erdreich ist der Holzstatue nicht gut bekommen. Nachdem das Gnadenbild vom Klosterschaffner Placidus Kälin, als Hausierer verkleidet, ins Dominikanerinnenkloster St. Peter bei Bludenz gebracht worden ist, wurde die schadhafte Statue sorgfältig restauriert. Nochmals Fuetscher:
«Nachdem ich von dem Angesichte alles abfällige und leicht auflösliche wegnahm, die festen Farbtheile aber, soviel möglich, ausglättete, so mahlte ich alsdann das ganze Angesicht sowohl der Mutter als des Kindes mit schwarzer, der vorigen, ähnlichen Farbe […].»
Was Johann Adam Fuetscher vor über 200 Jahren noch nicht wissen konnte: Das schwarze Antlitz von Mutter und Kind bestand aus verschiedenen Schichten - nicht nur aus Russ, sondern auch aus Farbe. Eine jüngste Untersuchung zeigte nämlich, dass es Einsiedler Gnadenbild verschiedene Schichten gibt und dass man in Einsiedeln eine allmähliche Abdunklung des "Inkarnats" förderte, weil man bewusst eine Schwarze Madonna haben wollte. Man wollte sich in Maria Einsiedeln einreihen in die illustre Schar der anderen grossen Marienheiligtümer!
