HG Heilige Messe zum Apostelfest des Hl. Thomas

thomas (Foto: Redaktion Webseite)
Fr. 03.07.2026, 19.00 bis 20.00 Uhr
Heilig-Geist-Kirche, Langfurrenstrasse 10, 8623 Wetzikon
Der Apostel Thomas, der die Auferstehung Jesu erst glaubte, als er ihn sehen und seine Hände auf die Wunden legen konnte.
Als Ende des 15. Jahrhunderts portugiesische Seefahrer bei ihren Handelsreisen in Indien landeten, fanden sie zu ihrem grossen Erstaunen eine blühende christliche Kirche vor, die zwar dem Rest der Christenheit völlig unbekannt war, sich aber auf den Apostel Thomas zurückführte. Bis heute nennen sich die Christen im indischen Bundesstaat Kerala „Thomaschristen“ und verehren das Grab des Apostels in Madras am „Saint Thomas Mount“. Nicht wenige von ihnen leben mittlerweile auch in Europa. In Österreich gibt es zahlreiche christliche indische Gemeinden.

Mit Jesus sterben
Der Heilige Thomas, der von allen Evangelisten erwähnt, besonders aber im Johannesevangelium, gehört zu den populärsten Gestalten aus dem engeren Kreis um Jesus. Er war vermutlich, wie die meisten der Zwölf, Fischer aus Galiläa. Seine besondere Entschlossenheit in der Nachfolge wird in Johannes 11,6 deutlich. Als Jesus auf dem Weg nach Jerusalem gewarnt wird, er setze sich damit grosser Gefahr aus, antwortet Thomas: „Dann lasst uns mit ihm gehen, um mit ihm zu sterben.“

Die Zweifel des Apostel Thomas
Populär und zeitlos aktuell macht ihn aber der Osterbericht im 20. Kapitel des Johannesevangeliums; Thomas, der bei der ersten Erscheinung des Auferstanden nicht anwesend ist, weigert sich dem Bericht der anderen Apostel zu glauben, solange er den Auferstanden nicht selbst sehen und berühren kann. Eindrucksvoll wird dann die Begegnung mit ihm und dem Auferstandenen „acht Tage darauf“ beschrieben, die im Bekenntnis des Thomas mündet: „Mein Herr und mein Gott“. Bis heute wird diese Stelle in der Liturgie acht Tage nach Ostern, also am „Weissen Sonntag, auch „Thomassonntag“, verkündet.
Der Tradition der oben erwähnten Thomaschristen zufolge, ist Thomas im Jahr 40 Richtung Osten aufgebrochen und steht damit am Anfang des Christentums in Persien, und schließlich im westlichen Indien, wo er im Jahr 72 in Kalamina auf Madras von einem Pfeil getroffen den Tod gefunden haben soll.

Apostel Thomas, Patron der Theologen
Thomas wird als Patron von Ostindien, Portugal, sowie des Kirchenstaates; der Architekten, Geometer, Maurer, Zimmerleute, aller Bauarbeiter, der Steinhauer, Feldmesser und - wegen seiner Zweifel - der Theologen; bei Rückenschmerzen und Augenleiden und für eine gute Heirat verehrt.