2026
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Publiziert von: Redaktion Webseite
Bereitgestellt: 16.05.2026
Nur wenige Tage nachdem wir am Hochfest der Erscheinung des Herrn mit den Weisen aus dem Morgenland vor dem Kind in der Krippe niedergekniet sind, zeigt uns die Kirche bereits den erwachsenen Jesus, der sich von Johannes im Jordan taufen lässt. Das Fest der Taufe des Herrn gehört noch zum Weihnachtsfestkreis. Es bildet dessen Abschluss und eröffnet gleichzeitig die gewöhnliche, die „grüne" Zeit des Kirchenjahres.
Das mag erstaunen: Die Botschaft von Weihnachten bezieht sich nicht nur auf das neugeborene Kind in der Krippe, sondern klingt auch noch in der Taufe des erwachsenen Jesus im Jordan an. Verschiedene liturgische Traditionen feierten (und feiern zum Teil bis heute) die Taufe Jesu am Weihnachtsfest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie), denn im Menschen Jesus, der sich taufen lässt, ist Gott sichtbar in der Welt erschienen. In der heutigen Tagzeitenliturgie beten wir im Hymnus: "Der alle Sünde auf sich nimmt, ihn taucht Johannes in die Flut. Der ohne allen Makel ist, der Reinste, teilt der Sünder Los." Auch der Brauch, an Epiphanie Wasser zu segnen ("Dreikönigswasser"), erinnert an die Taufe Jesu.
Johannes tauft die Menschen im Jordan zum Zeichen der Umkehr und der Reinigung von Schuld. Auch Jesus stellt sich in die Reihe. Wie alle anderen steigt er in den Jordan hinab und lässt sich taufen. Er zeigt sich solidarisch mit den Menschen, mit ihrer Begrenztheit und Endlichkeit; er teilt auch als Erwachsener voll und ganz menschliches Schicksal. Gregor von Nazianz sagt: „Christus lässt sich taufen, um den alten Adam im Wasser zu begraben.“ Hier zeigt sich: Erlösung geschieht nicht von aussen, sondern durch ein inneres Mitgehen.
Die Taufe zeichnet den Lebensweg Jesu vor; das Hinabsteigen in den Jordan ist ein Bild für das Hinabsteigen in die Abgründe menschlicher Existenz. Im Philipperhymnus heisst es über Jesus: „Sein Leben war das eines Menschen, er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz" (Phil 2, 7-8).
Die Taufe Jesu bedeutet aber umgekehrt auch: Für die Menschheit öffnet sich der Himmel. Das menschliche Leben wird hineingenommen in das göttliche Leben.
Was der Prophet Jesaja in der Heiligen Nacht verkündet hat: „Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt" (Jes 9,5), findet bei der Taufe Jesu in der Stimme aus dem Himmel Echo und Erfüllung: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden" (Mk 1, 11).
Jesus versteht diese Zusage als Auftrag, die Frohe Botschaft zu verkünden in Wort und Tat. In seinem Leben als Mensch wird er seine Gottessohnschaft verwirklichen bis zuletzt, bis in seine Lebenshingabe am Kreuz. So heisst es im Philipperhymnus weiter: Er „war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der grösser ist als alle Namen" (Phil 2, 8-9).
Das Tagesgebet des Festes spannt den Bogen von der Taufe Jesu zu unserer eigenen Taufe: „Allmächtiger, ewiger Gott, bei der Taufe im Jordan kam der Heilige Geist auf unseren Herrn Jesus Christus herab, und du hast ihn als deinen geliebten Sohn offenbart. Gib, dass auch wir, die aus dem Wasser und dem Heiligen Geist wiedergeboren sind, in deinem Wohlgefallen stehen und als deine Kinder aus der Fülle dieses Geistes leben."
Kind Gottes zu sein ist zunächst ein Geschenk, das wir staunend und vertrauensvoll annehmen können wie das Jesuskind in der Krippe. Wir dürfen Ja zu uns selber sagen, weil wir von Gott gewollte und geliebte Kinder sind. Das Kind aber wird erwachsen, wird Sohn oder Tochter. Es übernimmt Verantwortung für das ihm geschenkte Leben und sucht es zu entfalten und zu verwirklichen. So sollen auch alle, die in der Taufe Kinder Gottes geworden sind, mit Jesus im Glauben erwachsen werden und in ihrem Leben das verwirklichen, was ihnen in der Taufe zugesprochen wurde und wozu sie berufen sind.
Dann ereignet sich auch in unseren Tagen Epiphanie, Gottes Erscheinen in der Welt, und das Geheimnis von Weihnachten dauert an – über die eigentlichen Festtage hinaus.
Das mag erstaunen: Die Botschaft von Weihnachten bezieht sich nicht nur auf das neugeborene Kind in der Krippe, sondern klingt auch noch in der Taufe des erwachsenen Jesus im Jordan an. Verschiedene liturgische Traditionen feierten (und feiern zum Teil bis heute) die Taufe Jesu am Weihnachtsfest der Erscheinung des Herrn (Epiphanie), denn im Menschen Jesus, der sich taufen lässt, ist Gott sichtbar in der Welt erschienen. In der heutigen Tagzeitenliturgie beten wir im Hymnus: "Der alle Sünde auf sich nimmt, ihn taucht Johannes in die Flut. Der ohne allen Makel ist, der Reinste, teilt der Sünder Los." Auch der Brauch, an Epiphanie Wasser zu segnen ("Dreikönigswasser"), erinnert an die Taufe Jesu.
Johannes tauft die Menschen im Jordan zum Zeichen der Umkehr und der Reinigung von Schuld. Auch Jesus stellt sich in die Reihe. Wie alle anderen steigt er in den Jordan hinab und lässt sich taufen. Er zeigt sich solidarisch mit den Menschen, mit ihrer Begrenztheit und Endlichkeit; er teilt auch als Erwachsener voll und ganz menschliches Schicksal. Gregor von Nazianz sagt: „Christus lässt sich taufen, um den alten Adam im Wasser zu begraben.“ Hier zeigt sich: Erlösung geschieht nicht von aussen, sondern durch ein inneres Mitgehen.
Die Taufe zeichnet den Lebensweg Jesu vor; das Hinabsteigen in den Jordan ist ein Bild für das Hinabsteigen in die Abgründe menschlicher Existenz. Im Philipperhymnus heisst es über Jesus: „Sein Leben war das eines Menschen, er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz" (Phil 2, 7-8).
Die Taufe Jesu bedeutet aber umgekehrt auch: Für die Menschheit öffnet sich der Himmel. Das menschliche Leben wird hineingenommen in das göttliche Leben.
Was der Prophet Jesaja in der Heiligen Nacht verkündet hat: „Ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns geschenkt" (Jes 9,5), findet bei der Taufe Jesu in der Stimme aus dem Himmel Echo und Erfüllung: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden" (Mk 1, 11).
Jesus versteht diese Zusage als Auftrag, die Frohe Botschaft zu verkünden in Wort und Tat. In seinem Leben als Mensch wird er seine Gottessohnschaft verwirklichen bis zuletzt, bis in seine Lebenshingabe am Kreuz. So heisst es im Philipperhymnus weiter: Er „war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der grösser ist als alle Namen" (Phil 2, 8-9).
Das Tagesgebet des Festes spannt den Bogen von der Taufe Jesu zu unserer eigenen Taufe: „Allmächtiger, ewiger Gott, bei der Taufe im Jordan kam der Heilige Geist auf unseren Herrn Jesus Christus herab, und du hast ihn als deinen geliebten Sohn offenbart. Gib, dass auch wir, die aus dem Wasser und dem Heiligen Geist wiedergeboren sind, in deinem Wohlgefallen stehen und als deine Kinder aus der Fülle dieses Geistes leben."
Kind Gottes zu sein ist zunächst ein Geschenk, das wir staunend und vertrauensvoll annehmen können wie das Jesuskind in der Krippe. Wir dürfen Ja zu uns selber sagen, weil wir von Gott gewollte und geliebte Kinder sind. Das Kind aber wird erwachsen, wird Sohn oder Tochter. Es übernimmt Verantwortung für das ihm geschenkte Leben und sucht es zu entfalten und zu verwirklichen. So sollen auch alle, die in der Taufe Kinder Gottes geworden sind, mit Jesus im Glauben erwachsen werden und in ihrem Leben das verwirklichen, was ihnen in der Taufe zugesprochen wurde und wozu sie berufen sind.
Dann ereignet sich auch in unseren Tagen Epiphanie, Gottes Erscheinen in der Welt, und das Geheimnis von Weihnachten dauert an – über die eigentlichen Festtage hinaus.
