2026
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Publiziert von: Redaktion Webseite
Bereitgestellt: 30.06.2026
Fest der heiligen Maria Magdalena
Am 22. Juli feiert die Kirche das Fest der heiligen Maria Magdalena. Lange Zeit wurde sie fälschlicherweise mit der namenlosen Sünderin aus dem Lukasevangelium gleichgesetzt. Die Heilige Schrift selbst zeichnet jedoch ein anderes Bild: Maria Magdalena war eine treue Jüngerin Jesu. Von sieben Dämonen befreit (vgl. Lk 8,2), folgte sie dem Herrn mit ungeteiltem Herzen und diente ihm gemeinsam mit anderen Frauen.
Während viele Jünger in der Stunde des Kreuzes geflohen waren, blieb Maria Magdalena unter dem Kreuz. Sie begleitete Jesus bis zu seinem Tod und ging am Ostermorgen als eine der ersten zum Grab. Dort begegnete sie dem auferstandenen Herrn. Als Jesus sie mit «Maria» beim Namen rief, erkannte sie ihn und antwortete: „Rabbuni! – Meister!“ (Joh 20,16).
Apostelin der Apostel
Maria Magdalena wurde zur ersten Zeugin der Auferstehung und zur Botin der Osterbotschaft. Deshalb nennt die kirchliche Tradition sie ehrfurchtsvoll die Apostelin der Apostel.
Bereits die Kirchenväter und mittelalterliche Theologen hoben ihre besondere Sendung hervor. Besonders bekannt ist Hrabanus Maurus (9. Jahrhundert), der Maria Magdalena ausdrücklich „apostola apostolorum“ nennt. Auch andere Autoren des Mittelalters gebrauchten diesen Titel, weil sie von Christus selbst gesandt wurde, den Aposteln die Botschaft der Auferstehung zu verkünden (Joh 20,17–18).
Der Titel bedeutet nicht, dass Maria Magdalena zum Apostelkollegium der Zwölf gehörte oder das sakramentale Apostelamt innehatte. Vielmehr bezeichnet er ihre einzigartige Sendung: Sie war die erste Zeugin des Auferstandenen und wurde von Christus beauftragt, den Aposteln die Osterbotschaft zu überbringen. In diesem Sinn ist sie eine „Gesandte zu den Gesandten“.
Maria Magdalena erinnert uns daran, dass die Begegnung mit Christus das Leben von Grund auf verwandelt. Wer sich von seiner Barmherzigkeit berühren lässt, wird zu einem glaubwürdigen Zeugen des Evangeliums. Ihr Fest lädt uns ein, den Herrn immer neu zu suchen, auf seine Stimme zu hören und den Mut zu haben, den Glauben freudig weiterzugeben.
Möge die heilige Maria Magdalena für unsere Pfarrei Fürsprache einlegen, damit auch wir Christus treu nachfolgen und seine Auferstehung durch unser Leben bezeugen.
Am 22. Juli feiert die Kirche das Fest der heiligen Maria Magdalena. Lange Zeit wurde sie fälschlicherweise mit der namenlosen Sünderin aus dem Lukasevangelium gleichgesetzt. Die Heilige Schrift selbst zeichnet jedoch ein anderes Bild: Maria Magdalena war eine treue Jüngerin Jesu. Von sieben Dämonen befreit (vgl. Lk 8,2), folgte sie dem Herrn mit ungeteiltem Herzen und diente ihm gemeinsam mit anderen Frauen.
Während viele Jünger in der Stunde des Kreuzes geflohen waren, blieb Maria Magdalena unter dem Kreuz. Sie begleitete Jesus bis zu seinem Tod und ging am Ostermorgen als eine der ersten zum Grab. Dort begegnete sie dem auferstandenen Herrn. Als Jesus sie mit «Maria» beim Namen rief, erkannte sie ihn und antwortete: „Rabbuni! – Meister!“ (Joh 20,16).
Apostelin der Apostel
Maria Magdalena wurde zur ersten Zeugin der Auferstehung und zur Botin der Osterbotschaft. Deshalb nennt die kirchliche Tradition sie ehrfurchtsvoll die Apostelin der Apostel.
Bereits die Kirchenväter und mittelalterliche Theologen hoben ihre besondere Sendung hervor. Besonders bekannt ist Hrabanus Maurus (9. Jahrhundert), der Maria Magdalena ausdrücklich „apostola apostolorum“ nennt. Auch andere Autoren des Mittelalters gebrauchten diesen Titel, weil sie von Christus selbst gesandt wurde, den Aposteln die Botschaft der Auferstehung zu verkünden (Joh 20,17–18).
Der Titel bedeutet nicht, dass Maria Magdalena zum Apostelkollegium der Zwölf gehörte oder das sakramentale Apostelamt innehatte. Vielmehr bezeichnet er ihre einzigartige Sendung: Sie war die erste Zeugin des Auferstandenen und wurde von Christus beauftragt, den Aposteln die Osterbotschaft zu überbringen. In diesem Sinn ist sie eine „Gesandte zu den Gesandten“.
Maria Magdalena erinnert uns daran, dass die Begegnung mit Christus das Leben von Grund auf verwandelt. Wer sich von seiner Barmherzigkeit berühren lässt, wird zu einem glaubwürdigen Zeugen des Evangeliums. Ihr Fest lädt uns ein, den Herrn immer neu zu suchen, auf seine Stimme zu hören und den Mut zu haben, den Glauben freudig weiterzugeben.
Möge die heilige Maria Magdalena für unsere Pfarrei Fürsprache einlegen, damit auch wir Christus treu nachfolgen und seine Auferstehung durch unser Leben bezeugen.
