Ausstellung «Im Dialog über das Verdi-Requiem»

«Im Dialog über das Verdi-Requiem»<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-wetzikon.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>215</div><div class='bid' style='display:none;'>4102</div><div class='usr' style='display:none;'>17</div>

Schweres Thema - leicht gemacht
Maria Golini,
Musik zum Betrachten

Vom 21. Oktober bis 16. November zeigen die beiden Wetziker Künstlerinnen Anna Katharina Mathez und Carole Bruderer-Blanchard Bilder, Skulpturen und Zeichnungen im Einklang mit der Musik der “Messa da Requiem” von Giuseppe Verdi. Sie haben in diesem Projekt den Ausdruck des Requiems in Bildende Kunst übersetzt. Im Trio Skulptur - Bild - Musik entsteht ein eindrückliches Wechselspiel.

Zu sehen sind zum einen schwungvolle Skulpturen, perfekt im Gestus ausgearbeitet und auf die Musik abgestimmt, zusammen mit grossformatigen Bildern, einzig aus Ton auf Leinwand, für welche A. K. Mathez ein eigenes Verfahren entwickelt hat. Hier ist eine Zeitlosigkeit und Ruhe zu spüren. Die klaren, ästhetischen Formen und das ausdrucksstarke Material bewirken eine schlichte Eleganz.
Ein Bereich widmet sich der “Sequenza” aus neun Elementen. In Verdis Werk gehen die einzelnen Musikstücke nahtlos ineinander über. In ihrer gestalterischen Umsetzung hat A. K. Mathez alle Stücke übereinander auf eine einzige Leinwand gemalt. Die ganze Sequenz wird in neun Leinwanddrucken gezeigt und so der Verlauf sichtbar gemacht. Auch die Skulpturen von C. Bruderer-Blanchard werden als Ensemble gezeigt. Sie sind spontaner bearbeitet und zeigen dadurch viel Emotionalität und eine gewisse Verletzlichkeit, wie sie die entsprechende Musik aufweist.
Die beiden Künstlerinnen zeigen auch Zeichnungen, mit welchen sie gemeinsam ihren Dialog über das Verdi-Requiem wortlos auf Papier geführt haben.

Man merkt, wie tiefgründig und vielseitig das Künstlerinnenduo das Verdi-Requiem musikalisch und inhaltlich durchleuchtet hat. Die Umsetzung entspricht dem Werk des grossen Opernkomponisten: Auch wenn das Thema uns emotional an unsere Grenzen bringt, wird Verdis “Messa da Requiem” nie grobschlächtig oder schwer, sondern bleibt vielschichtig, zeitlos, fragil und beständig zugleich.

C. Bruderer-Blanchard und A. K. Mathez gehen in ihrem Projekt jedoch noch über das Verdi-Requiem hinaus: Sie haben bemerkt, wie natürlich und spontan sich spannende Gespräche über Leben, Tod und Sterben entwickeln können, wenn das Thema einmal offen angesprochen wird. Die Ausstellung kann sehr anregend sein, sich damit auseinander zu setzen.
Deshalb laden die beiden Künstlerinnen am 10. November zum “Café Mortel” ein, um mit anderen “Normalsterblichen” bei Kaffee und Kuchen über unsere Endlichkeit philosophieren zu können. Anschliessend besteht die Gelegenheit, mit ihnen durch die Ausstellung zu gehen. 
Zentrum Heilig Geist, Wetzikon

Café Mortel: Samstag, 10. November 14.00 - 16.00 Uhr
im Jugendraum, Zentrum Heilig Geist

Finissage: Freitag, 16. November 17.00 - 19.00 Uhr
Mit Tiago Barros (Saxophon) und Carmen Hellbach (Klavier)



Öffnungszeiten: Foyer: täglich 9.00 - 19.00 Uhr
Sekretariat zur Ausleihe der MP3-Player:
Mo/Di 8.30 - 11.30 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr
Mi/Do/Fr 8.30 - 11.30 Uhr

Anwesenheit der Künstlerinnen:
Sonntag Morgen, 4. und 11. Nov. 10.30 - 12.00 Uhr
Samstag Abend, 10. Nov. 19.00 - 20.30 Uhr und

www.mathez.ch
www.deathcafe.com

Autor: Maria Golini     Bereitgestellt: 02.11.2018     Besuche: 15 Monat
 
  aktualisiert mit kirchenweb.ch