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LOCATION:Heilig-Geist-Kirche\, Langfurrenstrasse 10\, 8623 Wetzikon
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DESCRIPTION:Das Fest «Mariä Heim­su­chung»\, wel­ches die Kir­che
  im deutsch­spra­chi­gen Raum am 2. Juli fei­ert\, ist wenig bekannt.
  Der Begriff «Heim­su­chung» ist im all­ge­mei­nen
  Sprach­ver­ständ­nis nega­tiv besetzt. Doch des­sen unge­ach­tet
  hat das Fest einen freu­di­gen Charakter.\n\nZu Beginn seines
  Evangeliums schildert Lukas eine unscheinbare Begegnung zweier Frauen (Lk
  1\,39–56). Die schwangere Maria eilt zu ihrer Verwandten Elisabet\, die
  im hohen Alter ebenfalls schwanger geworden ist und Unterstützung
  benötigt. Warum Maria «eilt»\, wird nicht gesagt. Es scheint\, dass
  Christus\, den sie in ihrem Schoss trägt\, sie antreibt. Als Maria
  Elisabet begrüsst\, wird diese vom Heiligen Geist erfüllt und preist
  Maria wegen ihres ungeborenen Kindes\, in welchem Elisabet ihren Herrn
  (Gott) erkennt. Und nicht nur die ältere Frau wird vom Heiligen Geist
  bewegt\, sondern auch ihr Kind: Johannes der Täufer. Genauer gesagt ist
  es zunächst Johannes\, der «vor Freude hüpft»\, als Elisabet den
  Gruss Marias hört. Ein ungeborenes Kind erkennt als erster Mensch den
  Sohn Gottes! Wie kann man da darüber diskutieren\, ab wann ein Kind ein
  Mensch ist. Und Jesus seinerseits beschenkt bereits im Mutterleib
  Johannes und Elisabet mit dem Heiligen Geist.\n\nElisabet preist ihre
  jüngere Verwandte selig\, weil diese geglaubt hat\, dass sich erfüllt\,
  was der Herr ihr sagen liess. In ihrer Antwort zeigt die Mutter Gottes
  ihre wahre Grösse\, indem sie alle Ehre Gott gibt. «Meine Seele preist
  die Grösse des Herrn und mein Geist jubelt über Gott\, meinen Retter.
  Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.» Maria zeigt mit
  ihrem Lobgesang\, dass sie eine wahre Tochter des Volkes Israel ist\,
  denn sie nimmt damit Bezug auf das Loblied Hannas in 1 Sam 2.
  Gleichzeitig ist Maria die Mutter des Messias – in ihrer Person
  verbinden sich der Alte und Neue Bund.\n\nWas Maria in ihrem Lobgesang
  besingt – «er erhöht die Niedrigen» – wird an ihr selbst wahr. Aus
  der einfachen jungen Frau aus Nazareth wird die Mutter Gottes und von nun
  an preisen sie selig alle Geschlechter (vgl. Lk 1\,48)\, denn sie ist die
  neue Eva\, die Mutter aller Menschen.\n\nAuch wenn das Fest «Mariä
  Heimsuchung» im Alltag oft untergeht\, so ist die Begegnung zwischen
  Maria und Elisabet fest in der Liturgie der Kirche verankert: Der
  Lobgesang Marias\, das «Magnifikat»\, wird in jeder Vesper gebetet und
  im «Gegrüsset seist Du\, Maria» sprechen wir die Worte\, mit denen
  Elisabet ihre junge Verwandte begrüsst («Gesegnet bist du unter den
  Frauen und gesegnet ist die Frucht deines Leibes»).\n\nGerade im «Ave
  Maria» kommt die enge Verbindung von Verkündigung («Gegrüsst seist
  Du\, Maria») und Heimsuchung zum Ausdruck: Der Besuch bei ihrer
  Verwandten Elisabet ist die erste konkrete Umsetzung ihrer Berufung\, die
  Menschen zu ihrem Sohn zu führen. Auch heute noch möchte Maria uns an
  die Hand nehmen\, um uns eilends zu ihrem Sohn zu bringen.\n\n\nDas Fest
  wurde 1263 durch den heiligen Bonaventura im Orden der Franziskaner
  eingeführt. Durch das schnelle Wachstum des Ordens verbreitete sich das
  Fest schnell in der ganzen Westkirche. 1389 führt Papst Urban VI. das
  Fest für die ganze Kirche ein; er hoffte\, die Kirche im Gebet zur
  Gottesmutter zu einen und so das Abendländische Schisma zu überwinden.
  Dieses umfasste die Zeitspanne zwischen 1378 und 1417\, als zwei –
  später sogar drei – Päpste gleichzeitig Anspruch auf den Papstthron
  erhoben. Als Termin wurde der 2. Juli festgelegt\, der Tag nach der Oktav
  zur Geburt des Johannes des Täufers. Die Liturgiereform des Zweiten
  Vatikanischen Konzils verlegte das Datum auf den 31. Mai\, um so der
  biblischen Chronologie besser zu entsprechen. Im deutschsprachigen Gebiet
  blieb – mit Einverständnis des Heiligen Stuhls – das Fest am 2. Juli
  erhalten.\n\nAutor: Rosmarie Schärer (swiss-cath.ch)\n\nKontakt:
  redaktion.webseite@kath-wetzikon.ch\n\nWeitere Infos:
  https://www.kath-wetzikon.ch/veranstaltung/25352
SUMMARY:SF Heilige Messe\, Mariä Heimsuchung
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